Forschungslücken

Hier finden Sie eine Liste der auf dem ersten Strategietreffen der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler identifizierten Forschungslücken im Bereich Online-Partizipation. Diese Aufstellung ist natürlich nicht abschließend und kann hier ergänzt werden.

Prinzipiell können thematische von methodischen Lücken differenziert werden:

1: thematische Lücken

  • Einflussfaktoren

    • toolspezifische Wirkungen
    • Einfluss spezifischer Anwendungskontexte
    • technische Bedingungen / Funktionsbedingungen für „konstruktive“ Online-Diskussion
    • Ist Inklusivität / Repräsentativität der Teilnehmenden notwendig?
    • Wirkung von Online-Partizipation, auch Erfolgs- / Qualitätskriterien z.B. Effektivität, Verbindlichkeit
    • langfristige Wirkungen (Output / Outcome / Impact)
    • zielgruppenspezifische Wirkungen
    • systemerodierende Wirkungen von Online-Partizipationsprozessen (z.B. deviante Kommunikation, Zensur)
  • Organisierende + Organisation

    • Ungleichheit der Voraussetzungen (z.B. Ressourcen) von verschiedenen Organisationen zur Durchführung von Online-Partizipation
    • Rolle von strukturellen Unterschieden
    • Verarbeitung von Partizipationsbeiträgen (z.B. in Verwaltungen)
  • Kontext von Partizipationsverfahren

    • Rolle von Dienstleistern
    • Online-Partizipation in Nicht-Demokratien
    • Vorfeld von Partizipationsprozessen
    • Rolle von Unternehmen beim Bereitstellen von Kommunikationsräumen / Öffentlichkeit
    • rechtliche Verbindlichkeit von Online-Partizipationsprozessen
  • Umsetzung

    • Funktionalität
    • Rückkopplung der Ergebnisse auf die Gestaltung von Online-Partizipationsprozessen
    • Werkzeuge und deren Skalierbarkeit
    • Datenschutz
    • IT-Sicherheit
    • Möglichkeiten automatisierter Auswertung von Beiträgen
  • Analyse und Modellierung dynamischer Prozesse (z.B. bei Argumentationsstrukturen)

  • Rolle nichtmenschlicher Akteure (Algorithmen; Bots)

  • Gründe gegen Online-Partizipation

2: methodische Lücken

  • empirische Abbildung / Inhaltsanalyse dynamischer Veränderungsprozesse

  • vergleichende Forschung

  • Panelstudien (z.B. wiederholte Befragung derselben Personen)

  • Experimente (z.B. für Softwaregestaltung)

  • Einsatz qualitativer Methoden (im Gegensatz zu Big-Data-Studien, z.B. ethnografische Forschung, praxiologische Ansätze, Fallstudien)

  • Anwendung bestimmter (disziplinärer) Erkenntnisse und Methoden

  • Argument Mining & Mapping

  • gestaltungsorientierte Ansätze der Wirtschaftsinformatik

  • Ergänzung rechtlicher Analysen mit Expertise aus dem Bereich Informatik

  • gestaltungsorientierte Softwareentwicklung (z.B. Entwicklung für spezifische Einsätze), dabei Nutzung des Wissens aus dem Bereich der Human-Computing-Interaction / Usability-Forschung