Strategietreffen „Online-Partizipation in Entscheidungsprozessen“ in Berlin

Was ist der Kern von Online-Partizipation im Kontext von Entscheidungsprozessen? Welche Forschungslücken existieren im Bereich Online-Partizipation? Welche Publikationsorgane bieten sich aktuell zur Veröffentlichung für Forschungsarbeiten an?

Diese und andere Fragen wurden von etwa 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am 05. Oktober in Berlin auf dem Strategieworkshop „Online-Partizipation in Entscheidungsprozessen“ diskutiert. Die Veranstaltung wurde gemeinsam durch das Fortschrittskolleg und das Institut für Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert. Sie brachte die im Bereich der Online-Partizipation forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen zusammen und bot eine Plattform, um forschungsstrategische Optionen zu erörtern. Dabei wurden insbesondere die Möglichkeiten für die Bildung einer wissenschaftlichen Community ausgelotet, die mit den besonderen Problemen und Fragestellungen des Forschungsgebietes vertraut ist.
Vier Themen, die im Rahmen einer Online-Diskussion im Vorfeld vorbereitet wurden, standen im Mittelpunkt der Veranstaltung:

  1. Definition: Hier ging es darum, den definitorischen Kern von Online-Partizipation im Kontext von Entscheidungsprozessen zu erfassen. Denn schon die Vielfalt der verwendeten Begriffe wie „E-Partizipation“, „Online-Deliberation“, „kollektive Intelligenz“ oder „Entscheidungsunterstützungssysteme“ zeigt die große Breite des Forschungsfeldes an. Für ein gemeinsames Selbstverständnis ist eine griffige Definition des Forschungsgegenstandes von zentraler Bedeutung.
  2. Aktueller Forschungsstand: Unter diesem Aspekt identifizierten die Beteiligten Lücken im aktuellen Forschungsstand im Bereich Online-Partizipation – sowohl in thematischer als auch in methodischer Hinsicht.
  3. Publikationsorgane: Innerhalb dieses Themenbereichs wurden aktuelle Publikationsorgane im Hinblick auf ihre Eignung zur Veröffentlichung von Forschungsarbeiten betrachtet. Hier können gerade aufgrund des stark interdisziplinären Charakters des Forschungsfeldes Online-Partizipation Herausforderungen bestehen.
  4. Community-Building: Einig waren sich alle Beteiligten, dass der Austausch zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in organisierter Weise fortgeführt werden soll. Der Aufbau einer eigenen wissenschaftlichen Community stand im Mittelpunkt des letzten Diskussionspunkts.

Das Treffen und die eingehenden Diskussionen brachten wichtige Ergebnisse und Erkenntnisse, die aufbereitet und allen Beteiligten als Grundlage für die weitere strategische Entwicklung der Community zur Verfügung gestellt werden.